Gilt die EU-KI-Verordnung für Ihr Unternehmen? Die kostenfreie Videoreihe
Diese kostenfreie deutschsprachige Videoreihe arbeitet die Verordnung (EU) 2024/1689, die KI-Verordnung der EU, Artikel für Artikel auf, und zwar in der Fassung der Verordnung (EU) 2026/1744 – des Digital Omnibus on AI –, die seit dem 27. Juli 2026 in Kraft ist. Sie richtet sich an Geschäftsführung, Rechts- und Compliance-Abteilungen und an Beschäftigte von Unternehmen, die KI-Systeme entwickeln, anbieten oder einsetzen. Rechtsstand: 21. September 2026.
Die Folgen 1 bis 9 legen die Grundlagen. Behandelt werden die Frage, warum die KI-VO als Produktsicherheitsrecht und nicht als Datenschutzrecht aufgebaut ist, die Anknüpfungspunkte des Art. 2 – darunter die Anknüpfung an Anbieter und Betreiber in einem Drittland, deren Systemausgaben in der Union verwendet werden –, die Ausnahmen für nationale Sicherheit, ausschließliche Forschung, vormarktliche Entwicklung und Open-Source-Bereitstellung, deren Reichweite jeweils enger ist als angenommen, sowie der Begriff des KI-Systems nach Art. 3 Nr. 1. Sodann folgen die Rollen der Akteure, denn jede Pflicht der Verordnung ist an eine Rolle adressiert und nicht an ein Unternehmen – einschließlich des Art. 25, der aus einem Kunden den Anbieter eines Hochrisiko-Systems macht. Drei Folgen behandeln die zehn verbotenen Praktiken des Art. 5, und Band 1 endet mit der KI-Kompetenz nach Art. 4, die seit dem 2. Februar 2025 gilt. Band 2 führt sodann das Hochrisiko-Regime des Kapitels III von den beiden Wegen der Einstufung über die Anforderungen der Art. 8 bis 15 und die Pflichten von Anbietern und Betreibern bis zu Konformitätsbewertung, CE-Kennzeichnung und Registrierung, mit Blick auf die verschobenen Fristen 2. Dezember 2027 und 2. August 2028. Band 3 behandelt, was bereits bindet: die Transparenzpflichten des Art. 50, die Schiene des Kapitels V für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck mit den vier Pflichten des Art. 53 und den zusätzlichen Pflichten des Art. 55 sowie die Aufsicht durch die nationalen Behörden und das Büro für Künstliche Intelligenz, die Sanktionsstufen der Art. 99 bis 101 und die Rechte Einzelner nach Art. 85 bis 87. Die Reihe trennt durchgehend, was schon gilt, von dem, was der Digital Omnibus verschoben hat; Darstellungen des Zeitplans aus der Zeit vor Juli 2026 geben den Text nicht mehr wieder.
Die Folgen dauern jeweils etwa elf bis siebzehn Minuten, lassen sich in beliebiger Reihenfolge ansehen und nennen die behandelten Vorschriften, sodass eine einzelne Norm gezielt auffindbar ist; Vorkenntnisse im europäischen Produktsicherheitsrecht werden nicht vorausgesetzt. Alle Folgen haben deutsche Untertitel. Nach jeder Folge vertieft ein Wissensmodul das Gelernte, Lernpfade nach Rolle wählen aus, was für Beschäftigte, Fachbereiche, Führung oder Compliance zählt. Am Ende stehen ein Wissenscheck und eine Teilnahmebestätigung zum Selbstausdruck; ein Zertifikat ist sie nicht, denn für die KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-VO gibt es keine amtliche Zertifizierung. Die Reihe ist kostenfrei; eine Anmeldung, ein Konto oder eine E-Mail-Adresse sind nicht erforderlich.
Die Schulungspflicht aus Art. 4 KI-VO ist Gegenstand der Folge 9 und zugleich die Vorschrift, nach der am häufigsten gefragt wird. Was sie seit dem 2. Februar 2025 verlangt, warum der Digital Omnibus daran nichts geändert hat und welche Sanktionszahlen dazu falsch kursieren, steht ausführlich im Beitrag KI-Schulungspflicht nach Art. 4 KI-VO.
- Welcher Anknüpfungspunkt des Art. 2 Abs. 1 Sie erfasst, einschließlich der Ausgabe-Regel in Buchst. c
- Ob Ihre eigene Software ein KI-System nach Art. 3 Nr. 1 ist und wann zusätzlich Kapitel V gilt
- Ob Sie Anbieter oder Betreiber sind und wann Art. 25 aus einem Kunden den Anbieter eines Hochrisiko-Systems macht
- Welche der zehn Verbote des Art. 5 auch durch eingekaufte Systeme ausgelöst werden
- Welche Pflichten heute binden (Art. 4, Art. 5) und welche erst ab Dezember 2026, 2027 und 2028 greifen
Die Reihe enthält allgemeine Informationen zur Verordnung (EU) 2024/1689 in der Fassung der Verordnung (EU) 2026/1744 und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Vorgetragen wird auf Grundlage der Zulassung zur deutschen Rechtsanwaltschaft im Recht der Europäischen Union und im deutschen Recht; eine Zulassung in den Vereinigten Staaten besteht nicht.
Rechtsstand 21. September 2026 · Rechtsanwalt Theo Funk, Rechtsanwaltskammer Bamberg
Die Folgen sind mit einer synthetischen Stimme vertont (KI-Vertonung). Skript, Folien und jede Rechtsaussage stammen von Rechtsanwalt Theo Funk, der die Inhalte geprüft hat und verantwortet.
Artikelübersicht zur EU-KI-Verordnung: welche Folge behandelt welchen Artikel
Die Tabelle zeigt, welche Vorschriften in welcher Folge behandelt werden. Sie folgt dem Aufbau der Verordnung (EU) 2024/1689 und weist die Änderungen der Verordnung (EU) 2026/1744 aus, soweit eine Folge darauf beruht, sodass sich eine einzelne Norm auch ohne die Reihenfolge der Folgen auffinden lässt.
Die EU-KI-Verordnung im Video erklärt
Eine kostenfreie deutschsprachige Reihe zur Verordnung (EU) 2024/1689 für Geschäftsführung, Fachabteilungen und Beschäftigte, in der Reihenfolge der Artikel, mit Untertiteln und einem Wissensmodul nach jeder Folge.
26 Folgen · 5 Std. 59 Min. · ohne Anmeldung · Rechtsstand 09/2026
Lernpfade, Wissensmodule und Wissenscheck
Niemand muss alle 26 Folgen sehen. Wählen Sie einen Lernpfad nach Ihrer Rolle. Nach jeder Folge vertieft ein Wissensmodul das Gelernte; am Ende stehen ein Wissenscheck und eine Teilnahmebestätigung zum Selbstausdruck. Alles ist kostenfrei, freiwillig und ohne Anmeldung, und jede Folge ist auch außerhalb eines Lernpfads frei zugänglich.
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Basis
Für alle Beschäftigten, die KI-Werkzeuge im Arbeitsalltag nutzen
66 Min. Video · ca. 24 Min. Wissensmodule
Folgen 1, 3, 6, 9, 20
Überblick, Begriff des KI-Systems, verbotene Praktiken, KI-Kompetenz und Transparenzpflichten
Fachbereiche
Für Beschäftigte, die KI auswählen, einführen oder in Abläufen einsetzen, etwa in Personal, Marketing, Kundenservice, Einkauf oder Produkt
146 Min. Video · ca. 55 Min. Wissensmodule
Folgen 1, 2, 3, 4, 6, 7, 9, 12, 16, 19, 20
Basis und dazu Anwendungsbereich, Rollen, biometrische Verbote, Hochrisiko-Bereiche nach Anhang III, menschliche Aufsicht und Betreiberpflichten
Führung
Für Geschäftsleitung und Führungskräfte
110 Min. Video · ca. 39 Min. Wissensmodule
Folgen 1, 4, 6, 9, 12, 19, 25, 26
Überblick, Rollen, verbotene Praktiken, KI-Kompetenz, Hochrisiko-Bereiche nach Anhang III, Betreiberpflichten, Sanktionen und Haftung
Vollständig
Für Compliance, Recht, Datenschutz, IT- und KI-Verantwortliche
359 Min. Video · ca. 121 Min. Wissensmodule
Folgen 1 bis 26
alle drei Bände der Reihe; einzelne Folgen eignen sich auch zum Nachschlagen
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Band 1: Grundlagen, Anwendungsbereich, Rollen und verbotene Praktiken (Folgen 1 bis 9)
Die Folgen 1 bis 9 behandeln den Aufbau der Verordnung (EU) 2024/1689 als europäisches Produktsicherheitsrecht, die sieben Adressatengruppen des Art. 2 Abs. 1, den Begriff des KI-Systems nach Art. 3 Nr. 1 samt den vier Softwarekategorien, die die Leitlinien der Kommission davon ausnehmen, und die Rollen der Akteure nach Art. 3 einschließlich des Rollenwechsels nach Art. 25. Folge 5 behandelt die unionsseitige Kette aus Bevollmächtigtem, Einführer und Händler und trennt die beiden schriftlichen Mandate: das des Art. 54 für Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck, das seit dem 2. August 2025 gilt, und das des Art. 22 für Hochrisiko-KI-Systeme, das dem verschobenen Zeitplan folgt. Die Folgen 6 bis 8 arbeiten die zehn verbotenen Praktiken des Art. 5 durch, darunter die beiden im Juli 2026 eingefügten, die ab dem 2. Dezember 2026 gelten; Folge 9 schließt den Band mit der KI-Kompetenz nach Art. 4.
Diese Folge führt in die EU-KI-Verordnung als Verordnung (EU) 2024/1689 ein: Produktsicherheitsrecht, nicht DSGVO für KI. Sie trennt die Verbote des Art. 5, die Hochrisiko-Stufen nach Anhang I und Anhang III und die Transparenzpflichten des Art. 50 von der parallelen Schiene des Kapitels V für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck und zeigt, was die Verordnung (EU) 2026/1744 verschoben hat – Anhang III auf den 2. Dezember 2027, Anhang I auf den 2. August 2028 – und was ein Compliance-Team heute bindet.
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Diese Folge behandelt Art. 2 der KI-VO: die sieben Adressatengruppen des Art. 2 Abs. 1 und die drei Anknüpfungspunkte, die ein Unternehmen mit Sitz außerhalb der Union erfassen, darunter Art. 2 Abs. 1 Buchst. c, der die Verordnung anwendbar macht, wenn die Ausgabe eines Systems in der Union verwendet wird. Geprüft werden die Ausnahmen des Art. 2 Abs. 3 bis 12 für Militär, Forschung, Open Source und private Nutzung, das Teilregime für Produkte nach Anhang I Abschnitt B und eine fünfstufige Prüffolge je System.
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Diese Folge wendet den Begriff des KI-Systems nach Art. 3 Nr. 1 auf die eigene Software an, anhand der sieben Elemente der Leitlinien der Kommission und der vier Softwarekategorien, die diese davon ausnehmen. Sie trennt den Begriff sodann vom KI-Modell mit allgemeinem Verwendungszweck nach Art. 3 Nr. 63, vom KI-System mit allgemeinem Verwendungszweck nach Art. 3 Nr. 66 und von der Vermutung eines systemischen Risikos nach Art. 51 Abs. 2, denn beide Regime können dasselbe Unternehmen binden.
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Diese Folge behandelt die Rollen der Akteure nach Art. 3 Nr. 3 bis 8 und stellt die Anbieterpflichten des Art. 16 den engeren Betreiberpflichten des Art. 26 gegenüber. Sodann arbeitet sie Art. 25 durch: Eigenes Branding, eine wesentliche Veränderung oder eine geänderte Zweckbestimmung können einen Kunden zum Anbieter eines Hochrisiko-KI-Systems machen; Art. 99 Abs. 4 Buchst. da stellt Verstöße gegen die Mitwirkungspflichten des Art. 25 Abs. 2 und 4 unter Geldbuße.
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Diese Folge behandelt die beiden Mandate für Bevollmächtigte von Anbietern aus Drittländern: Art. 54 für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck, seit 2. August 2025, und Art. 22 für Hochrisiko-KI-Systeme, ab 2. Dezember 2027 bzw. 2. August 2028. Es geht um den schriftlichen Auftrag, die zehnjährige Aufbewahrung, die Pflicht zur Beendigung und Meldung, die Ausnahme des Art. 54 Abs. 6 für quelloffene Modelle ohne systemisches Risiko sowie die Pflichten des Einführers nach Art. 23 und des Händlers nach Art. 24.
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Diese Folge behandelt vier der zehn Verbote des Art. 5 Abs. 1, die Buchst. a, b, c und d: unterschwellige, manipulative oder täuschende Techniken, das Ausnutzen von Alter, Behinderung oder sozialer Lage, Social Scoring und die Vorhersage von Straftaten allein anhand von Profiling. Auf Grundlage der Leitlinien der Kommission C(2025) 5052 final vom 29. Juli 2025 trennt sie die jeweils verbotenen Verhaltensweisen und zeigt, wie sich eigene und eingekaufte Systeme dagegen prüfen lassen.
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Behandelt werden die vier biometrischen Verbote des Art. 5 Abs. 1 Buchst. e bis h: ungezieltes Auslesen von Gesichtsbildern, Emotionserkennung am Arbeitsplatz und in Bildungseinrichtungen, Kategorisierung nach sensiblen Merkmalen und Echtzeit-Fernidentifizierung in öffentlich zugänglichen Räumen zur Strafverfolgung. Sie zeigt, warum Stimmungsanalysen interner Kommunikation unter Buchst. f fallen können, wie eng die Ausnahme für Medizin und Sicherheit ist und warum der Echtzeit-Einsatz vom nationalen Recht abhängt.
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Diese Folge behandelt die beiden Verbote, die der Digital Omnibus in Art. 5 Abs. 1 eingefügt hat: Buchst. ba zu intimen Darstellungen ohne Einwilligung und Buchst. bb zu KI-generiertem Material über sexuellen Kindesmissbrauch. Sie erläutert die Eingrenzungen des Art. 5 Abs. 1a und 1b, die darüber entscheiden, ob ein leistungsfähiges generatives System in der Union in Verkehr gebracht werden darf, den Geltungsbeginn am 2. Dezember 2026 nach Art. 113 und die Sanktionslage nach Art. 99.
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Art. 4 bindet Anbieter und Betreiber seit dem 2. Februar 2025; der Digital Omnibus hat die Vorschrift von einer Erfolgs- zu einer Bemühenspflicht umgestellt, nicht aufgehoben. Die Folge zeigt ein Programm, das als Nachweis trägt: nach Rollen differenziert, Auftragnehmer vertraglich eingebunden, Inhalte an den tatsächlichen Systembestand und an Aufzeichnungen gebunden. Ergänzt wird die Aufsichtskompetenz, die Art. 26 Abs. 2 Betreibern von Hochrisiko-Systemen abverlangt. Band 1 schließt in sieben Schritten.
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Wenn Branding oder Änderungen die Rolle ändern
Art. 25 Abs. 1 macht einen Kunden in drei Fällen zum Anbieter eines Hochrisiko-KI-Systems: wenn er seinen Namen auf ein bereits als hochriskant eingestuftes System setzt, ein bereits in Verkehr gebrachtes Hochrisiko-System wesentlich verändert oder die Zweckbestimmung eines Systems so ändert, dass es zum Hochrisiko-System wird. Nur der erste Fall lässt sich vertraglich abweichend zuordnen; auf Modellebene gilt stattdessen Kapitel V. Berührt eine Produktplanung einen dieser Fälle, klärt man die Rolle besser vor dem Release als danach.
Gespräch anfragenBand 2: Das Hochrisiko-Regime und seine Fristen 2027 und 2028 (Folgen 10 bis 19)
Die Folgen 10 bis 19 behandeln Kapitel III, Art. 6 bis 49 in fünf Abschnitten. Art. 113 Abs. 3 Buchst. c in der geänderten Fassung lässt die Abschnitte 1 bis 3 mit Ausnahme des Art. 6 Abs. 5 ab dem 2. Dezember 2027 für Systeme nach Art. 6 Abs. 2 und Anhang III und ab dem 2. August 2028 für Systeme nach Art. 6 Abs. 1 und Anhang I gelten; das sind feste Kalenderdaten, und der Vorschlag, sie von der Verfügbarkeit harmonisierter Normen abhängig zu machen, wurde von den Gesetzgebungsorganen verworfen. Der Band beginnt bei der Einstufung: den beiden kumulativen Voraussetzungen des Art. 6 Abs. 1 samt dem verengten Begriff des Sicherheitsbauteils, den acht Bereichen des Anhangs III und der Ausnahme des Art. 6 Abs. 3, die wieder entfällt, sobald das System Profiling nach Art. 3 Nr. 52 vornimmt. Es folgen die Anforderungen der Art. 8 bis 15, von Risikomanagement und Daten-Governance über technische Dokumentation, Protokollierung und Betriebsanleitung bis zu menschlicher Aufsicht, Genauigkeit und Cybersicherheit, sodann die zwölf Anbieterpflichten des Art. 16 mit dem Qualitätsmanagementsystem, die drei Wege der Konformitätsbewertung nach Art. 43 mit Konformitätserklärung, CE-Kennzeichnung und Registrierung sowie die Betreiberpflichten des Art. 26 und die Grundrechte-Folgenabschätzung, die nach Art. 27 nur die dort genannten Betreiber schulden.
Diese Folge ordnet Kapitel III – Art. 6 bis 49 in fünf Abschnitten – den geänderten Fristen des Art. 113 zu: Die Abschnitte 1 bis 3 gelten ab dem 2. Dezember 2027 für Systeme nach Anhang III und ab dem 2. August 2028 für Systeme nach Anhang I. Sie erläutert, warum die Verschiebung nur teilweise wirkt und warum Anbietern biometrischer Systeme der Weg der internen Kontrolle nach Art. 43 nur offensteht, wenn harmonisierte Normen oder gemeinsame Spezifikationen angewandt wurden; sonst gilt Anhang VII.
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Diese Folge behandelt den ersten Weg in das Hochrisiko-Regime: die beiden kumulativen Voraussetzungen des Art. 6 Abs. 1 für KI in Produkten nach Anhang I. Es geht um den verengten Begriff des Sicherheitsbauteils nach Art. 3 Nr. 14, die Ausnahme des Art. 6 Abs. 1a, die Rückausnahme des Abs. 1b, den Filter des Abs. 1c für allein funk- und EMV-bedingte Prüfpflichten sowie Art. 2 Abs. 13, 42 Abs. 3 und 43 Abs. 3. Entschieden wird, ob eingebettete KI unter Kapitel III fällt.
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Diese Folge behandelt den zweiten Weg in die Hochrisiko-Einstufung: Nach Art. 6 Abs. 2 ist ein in Anhang III genanntes System wegen seiner Zweckbestimmung Hochrisiko-KI-System, nicht wegen eines Produkts, vorbehaltlich der Ausnahme des Art. 6 Abs. 3. Behandelt werden die acht Bereiche samt Ausnahmen, die notifizierte Stelle nach Art. 43 nur für Bereich 1, die Befugnis nach Art. 7 und die Einordnung vor allem in Bereich 4, Beschäftigung, und Bereich 5, grundlegende Dienste.
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Diese Folge arbeitet Art. 6 Abs. 3 durch: Ein Anbieter kann zu dem Ergebnis kommen, dass ein in Anhang III genanntes System kein Hochrisiko-KI-System ist. Maßstab ist der Einleitungssatz, die vier Bedingungen sind alternativ; nach der Rückausnahme gilt ein solches System stets als Hochrisiko-KI-System, sobald es Profiling nach Art. 3 Nr. 52 vornimmt. Hinzu kommen Dokumentation vor Inverkehrbringen oder Inbetriebnahme nach Art. 6 Abs. 4 und Registrierung nach Art. 49 Abs. 2.
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Diese Folge behandelt den Kern des Hochrisiko-Regimes: den relativen Maßstab des Art. 8, den fortlaufenden Prozess des Art. 9 samt zwingender Rückkopplung aus der Beobachtung nach dem Inverkehrbringen (Art. 72) und die acht Praktiken der Daten-Governance des Art. 10 Abs. 2. Der neue Art. 4a lässt besondere Kategorien personenbezogener Daten zur Erkennung von Verzerrungen nur unter sechs kumulativen Bedingungen zu. Nötig sind ein Prozess und Aufzeichnungen zur Datenherkunft.
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Diese Folge arbeitet die Art. 11, 12 und 13 durch, die Dokumentationspflichten bei Hochrisiko-KI-Systemen: die technische Dokumentation, vor dem Inverkehrbringen zu erstellen und aktuell zu halten, die neun Blöcke des Anhangs IV, die vereinfachte Form für KMU und kleine Mid-Caps sowie die Protokollierung als Architekturmerkmal. Die Protokolle bewahren Anbieter nach Art. 19 und Betreiber nach Art. 26 Abs. 6 mindestens sechs Monate auf. Art. 13 regelt die Betriebsanleitung.
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Diese Folge behandelt Art. 14 und 15 als Gestaltungs-, nicht als Dokumentationspflichten für Hochrisiko-KI-Systeme: die im Produkt angelegte Aufsicht, die eigene Betreiberpflicht nach Art. 26 Abs. 2, das Vier-Augen-Prinzip des Art. 14 Abs. 5, das nur für die biometrische Fernidentifizierung nach Anhang III Nr. 1 Buchst. a gilt, protokolliert nach Art. 12 Abs. 3, Genauigkeitsgrad und Metrik nach Art. 15 Abs. 3. Die neue Fiktion des Art. 42 Abs. 3 deckt nur die Cybersicherheit.
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Diese Folge arbeitet Art. 16 KI-VO durch, die zwölf Pflichten der Anbieter von Hochrisiko-KI-Systemen, und die Art. 17 bis 21: das Qualitätsmanagementsystem mit dreizehn Elementen, von dem Art. 17 Abs. 4 Finanzinstitute nur teilweise entlastet – die Elemente zu Art. 9, 72 und 73 bleiben –, die zehnjährige Aufbewahrung nach Art. 18, sechs Monate Mindestfrist für Protokolle unter Kontrolle des Anbieters, Korrekturmaßnahmen nach Art. 20 und die Zusammenarbeit nach Art. 21.
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Diese Folge behandelt den Marktzugang von Hochrisiko-KI-Systemen: die drei Wege des Art. 43 — interne Kontrolle (Anhang VI) für sieben der acht Bereiche des Anhangs III, notifizierte Stelle (Anhang VII) bei Biometrie, solange weder harmonisierte Normen noch gemeinsame Spezifikationen angewandt sind, sektorales Verfahren bei Anhang I —, die EU-Konformitätserklärung (Art. 47), die digitale CE-Kennzeichnung (Art. 48) und vier Registrierungspflichten (Art. 49) ohne EU-Datenbank.
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Diese Folge behandelt die Betreiberpflichten des Art. 26 bei Hochrisiko-KI-Systemen: Nutzung nach der Betriebsanleitung, fachkundige, befugte Aufsicht, Unterrichtung der Belegschaft, Aussetzung des Betriebs bei Risikoverdacht und Meldung an die Marktüberwachungsbehörde (Abs. 5). Die Grundrechte-Folgenabschätzung nach Art. 27 schulden und einreichen nur Betreiber von Anhang-III-Systemen: öffentliche Stellen, Erbringer öffentlicher Dienste, Betreiber nach Nr. 5 Buchst. b und c.
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Vorlauf für die Fristen 2027 und 2028
Was die beiden Stichtage übrig lassen, ist weniger, als es wirkt: Einstufung nach Art. 6, Qualitätsmanagementsystem, technische Dokumentation und Konformitätsbewertung müssen am Stichtag stehen, nicht an ihm beginnen. Unternehmen, die mit einer Einstufung nach Anhang III oder Anhang I rechnen, beginnen deshalb meist deutlich vorher.
Termin vereinbarenBand 3: Transparenz, KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck und Durchsetzung (Folgen 20 bis 26)
Die Folgen 20 bis 26 behandeln die Pflichten, die bereits binden. Art. 50 ist seit dem 2. August 2026 durchsetzbar: die Offenlegung der Interaktion mit einem KI-System, die maschinenlesbare Markierung synthetischer Audio-, Bild-, Video- und Textinhalte sowie die Betreiberpflichten bei Deepfakes und bei Texten von öffentlichem Interesse ohne redaktionelle Kontrolle; Art. 111 Abs. 4 lässt allein für die Markierung nach Art. 50 Abs. 2 und allein für bereits in Verkehr gebrachte Systeme Zeit bis zum 2. Dezember 2026. Kapitel V gilt seit dem 2. August 2025 und wird in drei Schritten erschlossen: die beiden Rechenschwellen, die darüber entscheiden, ob ein Modell überhaupt unter das Kapitel fällt und ob ein systemisches Risiko vermutet wird, die vier Pflichten des Art. 53 einschließlich Urheberrechtsstrategie und öffentlicher Zusammenfassung der Trainingsinhalte sowie, für Modelle mit systemischem Risiko, die zusätzlichen Pflichten des Art. 55, für die der Praxisleitfaden vom 10. Juli 2025 ein Weg ist, solange keine harmonisierte Norm gilt, nicht der einzige. Der Band schließt mit der Zuständigkeitsverteilung zwischen den nationalen Marktüberwachungsbehörden und dem Büro für Künstliche Intelligenz, den drei Sanktionsstufen des Art. 99 und den gesonderten Geldbußen der Kommission gegen Modellanbieter nach Art. 101, den Rechten Einzelner nach Art. 85 bis 87 und einer Folge, die die Reihe zu einem Programm entlang der Fristen des Art. 113 zusammenfügt.
Diese Folge arbeitet Art. 50 KI-VO durch, der seit dem 2. August 2026 gilt: die Anbieterpflichten zur Offenlegung der Interaktion mit einem KI-System und zur maschinenlesbaren Markierung synthetischer Audio-, Bild-, Video- und Textinhalte sowie die Betreiberpflichten bei Deepfakes und bei Texten von öffentlichem Interesse ohne redaktionelle Kontrolle. Art. 111 Abs. 4 lässt nur für die Markierung nach Art. 50 Abs. 2 und nur für Altsysteme Zeit bis zum 2. Dezember 2026.
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Diese Folge trennt die beiden Schwellenwerte, die darüber entscheiden, ob Kapitel V für ein Modell gilt und ob dieses ein systemisches Risiko aufweist. 10 hoch 23 Gleitkommaoperationen sind eine Hälfte des indikativen Kriteriums der Kommission für ein KI-Modell mit allgemeinem Verwendungszweck nach Art. 3 Nr. 63; 10 hoch 25 begründen die widerlegbare Vermutung des Art. 51 Abs. 2. Hinzu kommen die Kriterien des Anhangs XIII und die Zwei-Wochen-Frist des Art. 52.
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Art. 53 Abs. 1 erlegt jedem Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck vier Pflichten auf: Dokumentation nach Anhang XI, Angaben nach Anhang XII an nachgelagerte Anbieter, Urheberrechtsstrategie zu Art. 4 Abs. 3 der Richtlinie (EU) 2019/790 und öffentliche Zusammenfassung der Trainingsinhalte ohne Geschäftsgeheimnis-Ausnahme. Art. 53 Abs. 2 befreit nur quelloffene Modelle ohne systemisches Risiko, nur von den ersten beiden; Art. 54 gilt für Drittlandsanbieter.
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Behandelt werden die vier zusätzlichen Pflichten des Art. 55 Abs. 1 für Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck mit systemischem Risiko und die Wege des Abs. 2: Praxisleitfaden vom 10. Juli 2025, solange keine harmonisierte Norm gilt, oder Nachweis anderer angemessener Mittel gegenüber der Kommission. Dazu der neu gefasste Art. 56 Abs. 6 und die Geldbuße des Art. 101 Abs. 1 Buchst. b bei unrichtig oder gar nicht beantwortetem Auskunftsverlangen nach Art. 91.
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Diese Folge zeigt, welche Behörde ein KI-System überwacht: die nationalen Marktüberwachungsbehörden nach Art. 70 und 74, in Deutschland die Bundesnetzagentur, und die ausschließliche Zuständigkeit des Büros für Künstliche Intelligenz nach Art. 75 für Anbieter von Systemen auf eigenen KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck oder in sehr großen Online-Plattformen. Betreiber werden nur erfasst, soweit sie zugleich Anbieter sind; dazu die Befugnisse der Art. 75a bis 75d.
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Diese Folge behandelt die drei Sanktionsstufen des Art. 99, die Deckelung auf den niedrigeren Wert für KMU – für kleine Mid-Caps nur in Abs. 4 und 5 –, die festen Obergrenzen des Art. 100 für Unionsorgane und die Geldbußen der Kommission gegen Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck nach Art. 101. Es folgen die Rechte Einzelner nach Art. 85 bis 87 und die verschuldensunabhängige Produkthaftung nach Richtlinie (EU) 2024/2853, umzusetzen bis 9. Dezember 2026.
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Diese Folge fügt die Reihe zu einem Programm mit Fristen zusammen: Art. 4, 5, 50 und die Pflichten für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck gelten heute; die Kennzeichnung nach Art. 111 Abs. 4 trifft am 2. Dezember 2026 nur bereits in Verkehr gebrachte generative Systeme; der Hochrisiko-Aufbau nach Art. 9, 10 und 17 liegt 2027. Überschneidungen mit DSGVO, DSA, CRA und NIS2 gehören in ein Kontrollsystem; offen bleiben harmonisierte Normen und die Datenbank nach Art. 71.
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Wenn sich das Büro für Künstliche Intelligenz meldet
Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck unterliegen seit dem 2. August 2025 dem Kapitel V, und die Kommission setzt es durch das Büro für Künstliche Intelligenz selbst durch, nicht eine nationale Behörde. Weist ein Modell ein systemisches Risiko nach Art. 51 auf, lässt Art. 55 Abs. 2 die Wahl zwischen dem Praxisleitfaden vom 10. Juli 2025 und dem Nachweis anderer angemessener Mittel; ein Auskunftsverlangen nach Art. 91 läuft auf eine Frist, und eine unrichtige, unvollständige oder unterbliebene Antwort ist nach Art. 101 Abs. 1 Buchst. b bußgeldbewehrt. Liegt ein solches Schreiben vor, klärt man die Verfahrenslage besser früh.
Kontakt aufnehmenWissenscheck und Teilnahmebestätigung
Der Wissenscheck stellt mindestens eine Frage zu jeder Folge Ihres Lernpfads, insgesamt mindestens zehn. Er ist freiwillig, beliebig wiederholbar und wird nur in Ihrem Browser ausgewertet. Die Teilnahmebestätigung können Sie unabhängig davon erzeugen.
Wählen Sie zuerst oben einen Lernpfad; der Wissenscheck nimmt seine Fragen aus dessen Folgen.
Zu den LernpfadenDie Reihe ist allgemein gehalten. Die Pflicht aus Art. 4 KI-VO bezieht sich dagegen auf die KI-Systeme, die ein Unternehmen tatsächlich einsetzt, und ist nach Rollen zu differenzieren; eine allgemeine Reihe kann sie deshalb nicht erfüllen. Was in einem bestimmten Unternehmen zu tun bleibt, lässt sich nur anhand der konkreten Umstände beurteilen.
Teilnahmebestätigung zum Selbstausdruck
Die Bestätigung ist eine Selbstauskunft: Sie führt die Folgen auf, die Sie als bearbeitet markiert haben, und gegebenenfalls Ihren Lernpfad. Sie entsteht in Ihrem Browser; Name und Angaben werden dabei nicht an die Kanzlei übermittelt.
Das Dokument wird in Ihrem Browser erzeugt und öffnet den Druckdialog. Dort lässt es sich auch als PDF sichern.
Für Unternehmen bietet die Kanzlei außerdem ein Live-Seminar zur KI-Kompetenz mit Nachweisakte an, eigenständig buchbar. Videoreihe, Wissensmodule und Wissenscheck bleiben kostenfrei und gehören nicht zur Buchung. Zum Live-Seminar für Unternehmen
Die Schwesterreihe zum EU Digital Services Act
Eine zweite kostenfreie Reihe arbeitet in ebenfalls 26 Folgen die Verordnung (EU) 2022/2065, den EU Digital Services Act, auf dieselbe Weise auf: die Kategorien Vermittlungsdienst, Hostingdienst und Online-Plattform, die Pflichten, die an die jeweilige Einordnung anknüpfen, das zusätzliche Regime für von der Kommission benannte Plattformen und Suchmaschinen sowie Aufsicht, Durchsetzung und Rechtsschutz. Wer einen Hostingdienst oder eine Online-Plattform betreibt und zugleich KI einsetzt, unterliegt häufig beiden Regelwerken zugleich; die Pflichten sind jeweils getrennt zu prüfen.
Zur DSA-VideoreiheFragen zur EU-KI-Verordnung
Gilt die EU-KI-Verordnung für Unternehmen ohne Niederlassung in der EU, etwa aus den USA?
Ja, soweit einer der Anknüpfungspunkte des Art. 2 Abs. 1 erfüllt ist. Die Verordnung gilt für Anbieter, die ein KI-System in der Union in Verkehr bringen oder in Betrieb nehmen, und zwar ausdrücklich unabhängig davon, ob sie in der Union oder in einem Drittland niedergelassen sind; für Betreiber mit Niederlassung oder Sitz in der Union; und für Anbieter und Betreiber in einem Drittland, wenn die Ausgabe des Systems in der Union verwendet wird. Die Gründung außerhalb der Union ist für sich genommen kein Einwand, und die Ausnahmen des Art. 2 sind eng gefasst.
Die KI läuft nur auf Servern außerhalb der EU, etwa in den USA. Gilt die EU-KI-Verordnung trotzdem?
Möglicherweise. Art. 2 Abs. 1 Buchst. c erstreckt die Verordnung auf Anbieter und Betreiber mit Sitz in einem Drittland, wenn die vom KI-System hervorgebrachte Ausgabe in der Union verwendet wird. Weder ein Inverkehrbringen in der Union noch eine Niederlassung oder Infrastruktur in Europa ist erforderlich: Angeknüpft wird an den Ort der Verwendung der Ausgabe. Ein in den USA betriebenes Auswahlmodell, dessen Entscheidungen in der Union umgesetzt werden, ist erfasst. Ob eine Ausgabe in der Union verwendet wird, ist Tatfrage; Rechtsprechung dazu gibt es noch nicht.
Ist die EU-KI-Verordnung verschoben worden?
Teilweise. Die Verordnung (EU) 2026/1744 hat Kapitel III Abschnitte 1 bis 3 – Einstufung, Anforderungen an Hochrisiko-KI-Systeme und Pflichten der Akteure – auf den 2. Dezember 2027 (Anhang III) und den 2. August 2028 (Anhang I) verschoben. Sonst hat sich nichts verschoben: Die Verbote des Art. 5 und die KI-Kompetenz nach Art. 4 gelten seit dem 2. Februar 2025, ausgenommen die beiden im Juli 2026 eingefügten Verbote des Art. 5 Abs. 1 Buchst. ba und bb, die ab dem 2. Dezember 2026 gelten; Kapitel V, Governance und Sanktionen seit dem 2. August 2025, die Geldbußen des Art. 101 erst seit dem 2. August 2026; Art. 50 seit dem 2. August 2026.
Was ist der Digital Omnibus on AI, und was hat er geändert?
Die Verordnung (EU) 2026/1744 wurde am 8. Juli 2026 angenommen, am 24. Juli im Amtsblatt veröffentlicht und ist seit dem 27. Juli in Kraft. Sie ist eine Änderungsverordnung; ein eigenes Omnibus-Regime gibt es nicht, die KI-VO lautet nun anders. Neben der Verschiebung schwächt sie die Pflicht zur KI-Kompetenz nach Art. 4 von der Gewährleistung eines ausreichenden Niveaus auf Maßnahmen ab, die deren Entwicklung unterstützen, verengt den Begriff des Sicherheitsbauteils, fügt zwei Verbote zu intimen Darstellungen ohne Einwilligung und zu KI-generiertem Material über sexuellen Kindesmissbrauch ein, die erst ab 2. Dezember 2026 gelten, und bringt Erleichterungen für kleine Mid-Caps.
Bin ich Anbieter oder Betreiber im Sinne der EU-KI-Verordnung?
Die Rollen knüpfen an das Verhalten an, nicht an Größe oder Branche. Anbieter ist, wer ein KI-System entwickelt oder entwickeln lässt und es unter eigenem Namen oder eigener Marke in Verkehr bringt oder in Betrieb nimmt, entgeltlich oder unentgeltlich (Art. 3 Nr. 3). Betreiber ist, wer ein System in eigener Verantwortung verwendet, außerhalb einer persönlichen, nicht beruflichen Tätigkeit (Art. 3 Nr. 4). Die Pflichtenkataloge sind ungleich: Bei einem Hochrisiko-KI-System trägt der Anbieter die zwölf Buchstaben des Art. 16, der Betreiber die engeren Pflichten des Art. 26 – jeweils ab dem 2. Dezember 2027 oder dem 2. August 2028.
Wird man durch eigenes Branding oder Änderungen an fremder KI zum Anbieter?
Das ist möglich. Nach Art. 25 Abs. 1 gilt ein Händler, Einführer, Betreiber oder Dritter als Anbieter eines Hochrisiko-KI-Systems, wenn er seinen Namen oder seine Marke auf ein in Verkehr gebrachtes Hochrisiko-System setzt, ein solches wesentlich verändert oder die Zweckbestimmung eines Systems, auch eines mit allgemeinem Verwendungszweck, so ändert, dass es zum Hochrisiko-System wird. Der erste Fall lässt sich vertraglich abweichend zuordnen. Den ursprünglichen Anbieter treffen die Mitwirkungspflichten des Art. 25 Abs. 2, sofern er nicht klar ausgeschlossen hat, dass sein System zum Hochrisiko-System wird. Auf Modellebene gilt Kapitel V.
Was ist ein KI-System im Sinne der EU-KI-Verordnung?
Art. 3 Nr. 1 erfasst ein maschinengestütztes System, das für einen in unterschiedlichem Grade autonomen Betrieb ausgelegt ist, nach seiner Einführung anpassungsfähig sein kann und aus den erhaltenen Eingaben für explizite oder implizite Ziele ableitet, wie sich Ausgaben wie Vorhersagen, Inhalte, Empfehlungen oder Entscheidungen erzeugen lassen, die physische oder virtuelle Umgebungen beeinflussen. Entscheidend ist das Ableiten; Anpassungsfähigkeit ist optional. Die Leitlinien der Kommission, C(2025) 5053 final vom 29. Juli 2025, nehmen vier Softwarekategorien aus, halten aber in Rn. 7 fest, dass sie nicht bindend sind.
Welche Sanktionen sieht die EU-KI-Verordnung vor?
Art. 99 Abs. 3 setzt den Rahmen für Verstöße gegen die Verbote des Art. 5 auf bis zu 35 Mio. Euro oder 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, was höher ist. Art. 99 Abs. 4 erfasst Verstöße gegen die übrigen Pflichten der Akteure mit bis zu 15 Mio. Euro oder 3 Prozent, Art. 99 Abs. 5 falsche, unvollständige oder irreführende Auskünfte an Behörden mit bis zu 7,5 Mio. Euro oder 1 Prozent. Für KMU und Start-ups gilt der niedrigere Wert, für kleine Mid-Caps nur in Abs. 4 und 5. Durchgesetzt wird von den Mitgliedstaaten; Art. 101 behält Geldbußen gegen Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck der Kommission vor.
Verlangt die EU-KI-Verordnung Schulungen für Mitarbeiter?
Art. 4 bindet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen und gilt seit dem 2. Februar 2025. In der Fassung der Verordnung (EU) 2026/1744 verlangt er Maßnahmen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals und anderer Personen zu unterstützen, die in ihrem Auftrag mit dem Betrieb und der Nutzung von KI-Systemen befasst sind, mit Blick auf Kenntnisse, Erfahrung, Aus- und Fortbildung, Einsatzkontext und betroffene Personen. Das ist eine Bemühens-, keine Erfolgspflicht und keine Aufhebung. Art. 4 gilt wie Art. 5 unabhängig von der Risikoklasse. Zertifikat und Stundenzahl sind nicht vorgeschrieben, und Art. 99 nennt Art. 4 in keiner Bußgeldstufe — durchsetzbar ist die Pflicht gleichwohl.
